Augenkrankheiten / Fehlsichtigkeiten des Auges

Augenkrankheiten
Augenkrankheiten

In diesem Artikel werden eine Reihe von Augenkrankheiten aufgelistet. Unter Augenkrankheiten versteht man in der Regel solche, die nicht angeboren sind, sondern sich aufgrund von äußeren Einflüssen oder aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses einstellen. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Fehlsichtigkeiten, die das Sehen einschränken oder behindern. Der für die Betroffenen gibt es zwei Unterschiede:

Grundsätzlich gilt: bei Augenkrankheiten übernehmen die Kassen die Kosten, bei den Fehlsichtigkeiten nicht (bzw. nur dann, wenn die Beeinträchtigung so stark ist, dass eine "Behinderung" vorliegt). Symptome fast aller Krankheiten ist eine nachlassende Sehstärke (Visus) des Auges oder ein kleiner werdendes Blickfeld.

Verbreitete Augenkrankheiten

Zu den bekannten und verbreiteten Augenkrankheiten zählen:

Die meisten dieser Krankheiten lassen sich durch eine Operation beheben oder mithilfe von Medikamenten behandeln. Wichtig ist immer die frühzeitige Erkennung. Es ist daher ratsam, regelmäßig Termine für eine Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt zu machen. Das gilt insbesondere für ältere Menschen (ab ca. 45 Jahren).

Brechungsbasierte Fehlsichtigkeiten

Nicht zu den Augenkrankheiten zählen die folgenden Fehlsichtigkeiten (Ametropien):

Diese vier Fehlsichtigkeiten basieren auf brechungsbasierten Unstimmigkeiten des dioptrischen Apparates.

Am Januar 2004 trat eine entsprechende Gesetzesreform in Kraft, nach der diese Fehlsichtigkeiten nicht mehr als Krankheit gelten - und folglich brauchen die Krankenkassen dafür keine Zuschüsse mehr zu gewähren. Siehe dazu: Brille - wann zahlt die Krankenkasse?

Farbsehschwächen

Ebenfalls zu den angeborenen Fehlsichtigkeiten (nicht zu den Augenerkrankungen) gehören die Farb-Fehlsichtigkeiten. Am bekanntesten ist die Rot-Grün-Schwäche, worunter man eigentlich zwei ähnliche Defekte versteht: die Grünschwäche und die Rotschwäche.

Eine andere Bezeichnungsart der Farbsehschwächen bezieht sich auf die Anzahl der funktionsfähigen Zapfentypen auf der Netzhaut des Auges.

Farb-Blindheiten

Die extreme Form ist die jeweilige Blindheit für eine bestimmte Farbe. Dieser Farbfehlsichtigkeiten sind jedoch in aller Regel angeboren und insofern für den Betroffenen normal - im Alltag ist es nur eine bedingte Beeinträchtigung.

Lediglich die komplette Farbenblindheit gilt als Behinderung. Sie gilt als Augenerkrankung.

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Besondere Augendeformationen

Entzündungen am oder im Auge

Weit verbreitet sind Infektionen und Entzündungen der Augenlider. Meist dringt dabei über den Rand eines Augenlids ein Erreger in das Gewebe, der nicht durch die körpereigenen Abwehrzellen bekämpft werden kann. Das kann durch Bakterien, Viren oder Allergene hervorgerufen werden. Augenlid-Entzündungen lassen sich in aller Regel ohne große Probleme mit Hilfe von Medikamenten (Tropfen oder Salben) gut behandeln.

Ein Gerstenkorn sollte nicht mit einem Hagelkorn verwechselt werden. Denn die Ursachen sind verschieden: während das Gerstenkorn durch Bakterien verursacht wird, liegt die Entzündungsursache beim Hagelkorn in verstopften Drüsen. Der Talg kann nicht mehr nach außen abgegeben werden, staut sich nach innen und löst so eine Entzündung aus.

Bei einer Oberlidschwäche (auch Lidheberschwäche) funktioniert der Muskel des Oberlids nicht richtig. Dadurch hängt das Oberlid zu tief und verdeckt einen Teil des Gesichtsfeldes. Die Ursache ist entweder erblich bedingt oder die Folge eine Augenlid-Erkrankung.

Bei einer Unterlidschwäche (Erschlaffung) funktioniert der Muskel des Unterlides nicht korrekt. In der Folge kann das Unterlid nach innen gedreht sein, wodurch die Wimpern sehr störend auf der Hornhaut liegen. Oder das Unterlid hängt nach außen schlaff herab. In der Folge wird das Augen-Bindegewebe stark belastet, wodurch es immer wieder zu Entzündungen kommen kann.

Im schlimmsten Fall kann es zu einer Lähmung eines Augenlid-Muskels kommen.

Wenn ein Muskel beteiligt ist, kann es auch zu Krämpfen kommen, die sich im verstärkten Lidschlägen bis hin zu Zuckungen äußern. Häufig sind auch angrenzende Muskelgewebe mitbetroffen.

Eher selten und genetisch bedingt ist das Einwärtswachsen der Wimpern. Das wird meist operativ korrigiert.

Auch im Auge kann es - wie in jedem Organ - zu Tumoren kommen (gutartige und bösartige). Diese werden, so gut es geht, operativ entfernt.

Aufbau des Auges

Die folgende Grafik zum Aufbau des Auges hilft dabei, Fachbegriffe korrekt zuzuordnen.

Aufbau des Auges
Aufbau des Auges, Bestandteile

Quellen

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